12. Dezember 2011 16:59 Uhr

Kirchen fordern Stopp von Rüstungsexporten an autoritäre Staaten

"Die deutsche Rüstungspolitik wird nicht ausreichend vom Parlament kontrolliert." Diese Ansicht äußern die katholische und die evangelische Kirche in ihrem gemeinsamen Rüstungsexportbericht.

Für den Bericht sammelten die Kirchen Daten über Waffenlieferungen ins Ausland und bewerteten sie nach ethischen Maßstäben. 2010 seien Kriegswaffen im Wert von zwei Milliarden Euro exportiert worden und damit 50 Prozent mehr als im Jahr davor.

Die Kirchen kritisierten, dass dabei oft autoritäre Regime unterstützt wurden, etwa in Saudi-Arabien. Sie forderten von der Bundesregierung, den Bundestag und die Öffentlichkeit besser über Rüstungsexporte zu informieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)