13. Dezember 2011 06:25 Uhr
Wir blicken 30 Jahre zurück in die Geschichte, nach Polen. In der Nacht zum 13. Dezember 1981 rief der Staatschef Wojciech Jaruzelski das Kriegsrecht aus.
Mehrere tausend Regimekritiker kamen in der Folge in Haft, die oppositionelle Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc wurde verboten, eine Ausgangssperre wurde verhängt und Telefonverbindungen gekappt. Staatliche Sicherheitskräfte erschossen neun Minenarbeiter, die ihr Bergwerk besetzt hatten. Der Ausnahmezustand dauerte bis 1983.
Jaruzelski betont bis heute, er habe sich für das gewaltsame Vorgehen entschieden, weil sonst die Sowjetunion einmarschiert wäre, um für Ruhe zu sorgen. Kritiker betonen aber, Jaruszelski sei ein Hardliner gewesen. Er habe die Kritiker der kommunistischen Regierung mundtot machen wollen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)