13. Dezember 2011 12:25 Uhr
So etwas wie die "Magna Charta" der Neuen Digitalen Zeit, das ist das Gründungsdokument von Apple.
Das sagte Ulrich Raulff, Leiter des Deutschen Literaturarchivs Marbach in DRadio Wissen. Das Dokument, mit der Unterschrift unter anderem von Steve Jobs, steht heute zu Versteigerung. Auch für ein Literaturarchiv sei es interessant, so Raulff, weil es symbolisch für den Beginn einer neuen Zeit stehe.
Die Magna Charta von 1215 gilt als eines der wichtigsten englischen Verfassungsdokumente. Sie schränkte die Macht des Königs ein - und war damit epochal.
Raulff sagte weiter, die Kostbarkeit des Appledokuments sei weder im Papier selbst, noch im Inhalt begründet. Es gehe vielmehr um den Zuschreibungswert - den die Öffentlichkeit mit der Verehrung für Steve Jobs dem Papier gebe. Der wiederum sei einer der Halbgötter des Computerzeitalters.
An dem Dokument könne man auch sehen, dass Dokumente inzwischen deutlich schneller als historisch angesehen werden - der Gründungsvertrag von Apple ist erst 35 Jahre alt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)