14. Dezember 2011 06:31 Uhr

"Der Buchhändler von Kabul": Gericht entscheidet zugunsten von Autorin

Kurz nach dem 11. September war die Norwegerin Åsne Seierstad nach Afghanistan gereist und hat dort fünf Monate lang in einer Familie gelebt. Über diese Zeit hat sie das Buch "Der Buchhändler von Kabul" geschrieben. In Norwegen und Schweden wurde es zum Bestseller und zum Streitthema. Denn eine Afghanin sieht sich durch das Buch in ihren Persönlichkeitsrechte verletzt und hat die Autorin verklagt - in erster Instanz mit Erfolg - ihr wurde rund 16.000 Euro Entschädigungszahlung zugesprochen.

Nun gibt es aber eine Wendung in dem Rechtsstreit: Ein norwegisches Gericht hat zugunsten der Autorin entschieden und wies die Klage der Afghanin zurück. Deren Anwalt kündigte an, das jetzige Urteil anzufechten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)