14. Dezember 2011 11:22 Uhr
Der Verdacht ist ungeheuerlich: Leonid Kutschma, dem früheren Präsidenten der Ukraine, wird vorgeworfen, an der Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse beteiligt gewesen zu sein.
Jetzt hat ein Gericht in der ukrainischen Hauptstadt Kiew die Anklage für unzulässig erklärt. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Gongadse, der die regierungskritische Internetzeitung "Ukrainska Prawda" herausgegeben hatte, war im Jahr 2000 ermordet worden. Auf geheimen Tonbandaufnahmen der Planungen für den Mord war eine Stimme dem damaligen Präsidenten Kutschma zugeordnet worden. Er hatte die Vorwürfe aber stets zurückgewiesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)