14. Dezember 2011 11:34 Uhr
Menschen mit Behinderung haben es in keinem Land wirklich leicht.
Besonders schwer haben sie es oft in ärmeren Ländern. Der Pädagogik-Professor Hans-Peter Schmidtke ist aber der Ansicht, dass das Thema Behinderung in Lateinamerika mittlerweile stärker in den Blickpunkt gerückt ist. Als Ursache dafür sieht er die Behindertenrechtskonvention der UNO, die 2008 in Kraft getreten ist und von allen Ländern Lateinamerikas - außer von Venezuela und Guayana - unterzeichnet wurde.
Wie Schmidtke in der Lateinamerika-Zeitschrift "Matices" schreibt, gibt es allerdings auch innerhalb Lateinamerikas große Unterschiede. So gebe es in Ländern wie Chile und Kuba und in Großstädten gute Hilfsangebote, in Ländern wie Bolivien und Guatemala und vor allem auf dem Land dagegen nicht. Auf dem Land würden Behinderungen zudem nicht rechtzeitig erkannt. Das sei ein Grund, warum die Behindertenquote in Lateinamerika mit 14 Prozent über dem weltweiten Durchschnitt von zehn Prozent liege.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)