14. Dezember 2011 13:20 Uhr

Orang-Utans könnten Aufschluss über Fettleibigkeit beim Menschen geben

Der Orang-Utan macht es wie der Menschen - zumindest, was das Essen betrifft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler, die im Fachmagazin "Biology Letters" veröffentlicht wurde. Organ-Utans fressen sich in futterreichen Zeiten richtig voll - bis sie fett werden. So legen sie sich für schlechte Zeiten Fettreserven an. Nach Angaben der Forscher ist dieses "Futtern auf Vorrat" nur vom Menschen bekannt. Der Orang-Utan sei bisher die einzige nicht-menschliche Art, bei der man es ebenfalls festgestellt habe.

Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler Urinproben der Menschenaffenart auf Borneo. Das Ergebnis: In futterreichen Zeit liefere das Fett Energie. In mageren Zeiten dagegen würden Muskelzellen abgebaut - das Fett bliebe erhalten. Genauso reagiert auch der menschliche Körper, wenn er wenig Nahrung bekommt. Die Forscher sind daher der Meinung, die Orang-Utans könnten als Modell dienen, um die Fettleibigkeit beim Menschen besser zu erforschen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)