15. Dezember 2011 06:21 Uhr

Wir erinnern: Vor 50 Jahren wurde Adolf Eichmann in Jerusalem zum Tode verurteilt

Unser Blick in die Geschichte heute auf den 15. Dezember 1961. An diesem Tag wurde Adolf Eichmann zum Tode verurteilt. Eichmann war während des Nationalsozialismus einer der Hauptverantwortlichen für die Ermordung der jüdischen Bevölkerung. Wenige Jahre nach dem Ende des 2.Weltkriegs, 1950, floh Eichmann nach Argentinien. Der israelische Geheimdienst spürte ihn zehn Jahre später dort auf und entführte ihn nach Israel. In einem Jerusalemer Gericht konnte ihm ab April 1961 der Prozess gemacht werden. Am 15. Dezember fiel schließlich das Urteil: Tod durch Strang.

Die jüdische Philosophin Hannah Arendt war Prozessbeobachterin. Sie prägte den Begriff von der "Banalität des Bösen". Damit wollte sie ausdrücken, wie beunruhigend sie es gefunden hat, dass Eichmann auf sie erschreckend normal wirkte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)