15. Dezember 2011 07:29 Uhr

Gegen Überdüngung von Seen: EU-weit bald weniger Phosphate in Waschmitteln

Es gibt auch im EU-Parlament noch andere Themen als die Finanzkrise, zum Beispiel Phosphate. Denn die EU-Parlamentarier stimmten für strengere Grenzwerte bei Phosphaten in Wasch- und Reinigungsmitteln. Demnach dürfen in Waschmitteln ab 2013 höchstens 0,5 Gramm Phosphatverbindungen verbleiben, für Spülmittel gilt dieser Grenzwert ab 2017. In Deutschland sind Waschmittel zwar schon seit Jahrzehnten weitgehend phosphatfrei.

Nach Ansicht der CDU-Abgeordneten Christa Klaß herrscht aber in EU-Ländern, die nicht genügend Kläranlagen haben, dringender Handlungsbedarf. Denn Phosphate enthärten zwar das Wasser und das lässt die Wäsche sauberer werden, aber es führt auch zu einer Überdüngung von Seen und Flüssen. Und das wiederum begünstigt das Algenwachstum. Wenn diese dann sterben, entziehen sie dem Wasser Sauerstoff und dann sterben oft auch die Fische.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)