15. Dezember 2011 15:51 Uhr
"Ohne Mann ist mein Leben zu Ende." Dieser Ansicht sind nach Meinung der Frauenrechtlerin Adalinda Gutiérrez viele Frauen in Honduras. Sie ertrügen deshalb Jahre lang Misshandlungen und trauten sich nicht, ihre Männer anzuzeigen. Gutiérrez sagte der Zeitschrift "Lateinamerika Nachrichten", viele Frauen wüssten kaum über ihre Rechte Bescheid, und selbst wenn, dann stellten sich die Behörden häufig auf die Seite der Täter. Seit dem Putsch im Jahr 2009 habe die Gewalt in dem mittelamerikanischen Land noch zugenommen. Viele Frauen engagierten sich mittlerweile politisch. Das empfänden Männer dann als Bedrohung und reagierten aggressiv.
Gutiérrez arbeitet für das Frauenrechtszentrum CDM. Dem Zentrum zufolge wird in Honduras jeden Tag eine Frau getötet. Die Zahlen stiegen seit Jahren an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)