16. Dezember 2011 07:01 Uhr
Frauen sollten sich nicht mehr schminken, und die Deutschen mehr Fahrrad fahren. Mit diesen Forderungen ruft der kolumbianische Aktivist Mauricio Meza zum Boykott von Palmöl-Produkten auf, wie bestimmte Kraftstoffe oder Kosmetik. ´
Meza sagte der Lateinamerika-Zeitschrift "Matices", in seiner Heimat Kolumbien verursache der Anbau der Ölpalmen große Probleme. Einerseits entstünden Monokulturen, für die Wälder abgeholzt würden. Meza spricht deshalb von einer "grünen Wüste".
Ein anderes Problem seien Menschenrechtsverletzungen. Im Kampf gegen den Bürgerkrieg in Kolumbien stelle die Regierung den Paramilitärs Land zur Verfügung, auf dem diese dann die lukrativen Ölpalmen anbauen ließen. Das Problem: Die Paramilitärs vertrieben dafür die Bauern, die dort vorher gelebt hätten.
Meza fordert eine Kennzeichnung für Produkte, die kolumbianisches Palmöl enthalten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)