16. Dezember 2011 07:03 Uhr

USA wollen Tierversuche mit Schimpansen reduzieren

Ginge es nach dem Philosophen Richard David Precht, dürte man an Menschenaffen nur die Experimente vornehmen, die man auch am Menschen selbst machen würde. Noch sieht das besonders in der medizinischen Forschung anders aus. Beliebte Versuchstiere sind dort - wegen ihrer Ähnlichkeit zum Menschen - Schimpansen.

Jetzt hat die wichtigste Forschungseinrichtung für Medizin in den USA, das National Institute of Health, beschlossen, weniger Experimente mit den Menschenaffen durchzuführen. Das Institut folgt damit einer Empfehlung eines Medizininstituts, das dazu aufgerufen hatte, Menschenaffen nur dann zu benutzen, wenn eine Forschung am Menschen ethisch nicht vertretbar sei und es keine andere Möglichkeit gebe.

Nach jüngsten Erkenntnissen gibt es in den USA derzeit knapp 1.000 Schimpansen in Forschungslaboren. In der EU gibt es seit einem Jahr ein Verbot, mit Menschenaffen zu experimentieren; es gilt für Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)