16. Dezember 2011 11:24 Uhr

Gräber NS-verfolgter Sinti und Roma sollen erhalten werden

Die Gräber von Sinti und Roma, die während des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, sollen erhalten bleiben. Das sicherte Bundesratspräsident Horst Seehofer einer Delegation des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma zu. Wie die Vereinigung mitteilte, will Seehofer vor der nächsten Sitzung des Bundesrats mit den Vizepräsidenten der Länderkammer klären, ob eine entsprechende Änderung des Gräbergesetzes oder eine Entschließung des Bundesrates erfolgen soll. Der Zentralrat hatte an den Bundesrat appelliert, den Erhalt der etwa 2.500 Grabstätten NS-verfolgter Sinti und Roma zu sichern.

Im Bundesrat wurde heute der Sinti und Roma gedacht, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Seit vielen Jahren erinnert der Bundesrat damit an die Unterzeichnung des sogenannten Auschwitz-Erlasses vom 16. Dezember 1942 durch Heinrich Himmler. Bis zu 500.000 Sinti und Roma wurden zwischen 1933 und 1945 in Europa umgebracht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)