19. Dezember 2011 07:32 Uhr

Warum Neurowissenschaftler ein Konzert veranstalten

Musik hilft gegen das Vergessen, denn sie verändert das Gehirn - vor allem, wenn Menschen regelmäßig Musik hören.

Dieser Ansicht sind Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen. Wie sich Musik auf das Gehirn auswirkt, erklären sie so:

Musik stimuliert gleichzeitig mehrere Regionen des Gehirns, unter anderem die primäre Hörrinde. Die verarbeitet zunächst Tonhöhe und Melodie. Wenn jemand schon mehr Erfahrung im Musikhören hat, dann verändern sich die Zellen der Hörrinde und auch weiter außen gelegene Regionen werden beeinflusst, zum Beispiel um Rhythmus und Harmonie zu verarbeiten. Die Wissenschaftler sprechen von Plastizität, wodurch langanhaltende Erinnerungen entstehen. Das lässt sich sogar bei Demenz-Patienten nachweisen, die sich noch an Melodien erinnern, die sie Jahre zuvor gelernt haben.

Um Erfahrungen im Musikhören zu bekommen, bietet das Helmholtz-Zentrum heute Abend in Bonn ein Konzert für Violine und Klavier an.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)