19. Dezember 2011 09:24 Uhr

Weihnachtliche Räucherkegel mit heilsamen Wirkungen

In vielen Wohnungen raucht es an Weihnachten.

Grund sind die bunten Räuchermännchen aus dem Erzgebirge. Ihre Vorläufer als Räucherwerk führten nicht nur zu berauschenden Effekten, sondern bekämpften auch Ungeziefer. In früheren Zeiten wurden durch das Räuchern Wanzen, Läuse und Flöhe vertrieben oder erstickt, so wie noch heute in Ostafrika mit Myrrhe und Weihrauch gegen Termiten und Moskitos vorgegangen wird. Einige Räucherharze wirken antibiotisch, der Dampf etwa von Styrax gegen Atemwegserkrankungen.

In dieser Tradition sieht der Chemiker Udo Pollmer auch die Räucherkegel. Im Deutschlandradio Kultur sagte er, sie seien deswegen früher so beliebt gewesen, weil sie auch Opium und andere Drogen enthielten. Inzwischen werden die Exemplare aus dem Erzgebirge Pollmer zufolge von Kegeln aus Indien verdrängt. Die enthielten statt der ursprünglichen Wirkstoffe aber oft billige synthetische Aromen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)