19. Dezember 2011 18:42 Uhr
Auch Gebirge können zu dick werden. Das bescheinigenForscher zumindest der Westseite der Anden in Südamerika. Das Gebirge wachse zwar immer weiter, aber asymmetrisch. Wie die Geologen im Fachmagazin "Nature Communications" schreiben, liegt das am Regen. Denn östlich und westlich der Anden lägen unterschiedliche klimatische Welten. In der bolivianischen Jungas-Region, auf der Ostseite der Anden, falle zum Beispiel sehr viel Niederschlag. Auf der Westseite, wo die Attacama-Wüste liegt, dagegen weniger. Das wirke sich auf die Gebirgsbildung aus, da auch die Erosion unterschiedlich ausfalle.
Anhand verschiedener Modelle stellten die Geologen fest: Die Westflanke wird tektonisch nicht mehr verformt, weil sie aufgrund der ausbleibenden Erosion zu dick geworden ist. Auf der Ostseite werde aber immer wieder Material abgetragen. Das Ost-Gebirge bleibe quasi schlanker und werde dadurch auch weiter durch den Druck von unten verformt.
Die Anden in Südamerika sind mit 7.500 Kilometern die längste Gebirgskette der Welt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)