20. Dezember 2011 06:59 Uhr

Gefahr schwerer Erdbeben hat nicht zugenommen

Haiti, Japan, Türkei - in den vergangenen zwei Jahren hat es mehrere starke Erdbeben mit katastrophalen Folgen gegeben.

Aber: Weltweit betrachtet ist das Risiko schwerer Beben heute nicht größer als in früheren Jahrzehnten. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Universität von Kalifornien nach einer Analyse aller Starkbeben seit 1900. Ein Geophysiker und ein Statistiker widersprechen im Fachmagazin "PNAS" der von einigen Experten geäußerten Befürchtung, dass die Anzahl zunehme.

Die Wissenschaftler analysierten alle Beben ab einer Stärke von 7,0. Sie prüften mithilfe verschiedener statistischer Verfahren, ob die Verteilung einem zufälligen Muster entspricht. Ergebnis: Global gesehen ist das der Fall. Zwar ereigneten sich ab 2004 mehrere starke Erdbeben, eine ähnliche Häufung gab es aber auch von 1950 bis 1965. Die Forscher weisen allerdings darauf hin, dass die Gefahr in einzelnen Weltregionen erhöht scheine: Das gelte zum Beispiel für Chile oder Sumatra.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)