21. Dezember 2011 06:52 Uhr
Zensur in der Wissenschaft. So nennen manche Forscher die Aufforderung des US-Wissenschaftsrats für Biosicherheit an zwei renommierte Fachmagazine, Einzelheiten zu Veröffentlichungen über ein neues Vogelgrippevirus zu verschweigen. Die Forscher aus den USA und den Niederlanden hatten im Labor ein H5N1-Virus gezüchtet, das sich womöglich leichter von Mensch zu Mensch übertragen ließe. Die Behörden befürchten, dass der neue Viren-Stamm Terroristen als Waffe dienen könnte. Die von bisherigen Erregern ausgelöste Vogelgrippe endete beim Menschen häufig tödlich - konnte aber nur von Tieren übertragen werden.
Die Chefredakteure der Magazine "Science" und "Nature" haben angedeutet, einige Details aus den geplanten Veröffentlichungen herauszuhalten - aber womöglich anderweitig zugänglich zu machen. Zahlreiche Wissenschaftler argumentieren gegen einen solchen Schritt - frei verfügbare Informationen seien besonders in der Gesundheitsforschung essenziell.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)