21. Dezember 2011 06:53 Uhr

SZ: "Bildungspraktiker" fordert Renaissance der Lehrerpersönlichkeit

Er ist mitunter skeptisch gegenüber dem elfenbeinernem Bildungsgerede. So sagt es der Gymnasiallehrer Michael Felten. In einem Kommentar in der "Süddeutschen Zeitung" schreibt er, dass sich beim Thema Bildung meist Außenstehende zu Wort meldeten. Aber vielleicht führe die Innensicht eines Praktikers weiter, der um das Erfreuliche, Machbare und Möglich im Klassenraum wisse.

Felten fordert unter anderem eine Renaissance der Lehrerpersönlichkeit. Der Lehrer sei Brückenbauer, Antreiber und nicht zuletzt Bändiger der Unlustanwandlungen. Felten zufolge darf der Lehrer deswegen auch kein Zauderer sein, sondern er soll den Lernprozess einer heterogenen Gruppe klar und differenziert steuern. Aus seiner Sicht verdient deswegen auch die ihm zufolge weit verbreitete Selbstlerneuphorie größte Skepsis. Denn was pfiffigen Schülern kaum schade, habe für schwächere einen gewaltigen Pferdefuß. Diese erlebten unnötige Misserfolge.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)