21. Dezember 2011 09:33 Uhr

40 Jahre "Ärzte ohne Grenzen"

Am Anfang hat ein Tabubruch gestanden. Französische Ärzte halfen 1967 dem Roten Kreuz beim Bürgerkrieg im nigerianischen Biafra. Die Mediziner waren sich damals sicher, Augenzeugen eines Völkermordes zu sein. Heute wissen sie, nach eigenen Angaben, es war ein Irrtum. Damals aber brachen sie das vom Roten Kreuz auferlegte strikte Neutralitäts- und Schweigegebot und gingen an die Presse. So wurde der afrikanische Bürgerkrieg im Westen wahrgenommen.

Aus diesem Hilfseinsatz wurden später die "Medicins sans frontieres" - die "Ärtze ohne Grenzen". Heute vor 40 Jahren wurde die Hilfsorganisation in Paris gegründet. Mittlerweile gibt es 19 nationale Sektionen - die deutsche wurde vor 18 Jahren gegründet. Das Jahresbudget, erklärt die Organisation, finanziert sich vor allem aus privaten Spenden.

1999 wurden die "Ärzte ohne Grenzen" mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)