21. Dezember 2011 13:25 Uhr
Kann und sollte man anhand von Populär-Literatur die Philosphie erklären? Diese Frage stellt die schwedische Tageszeitung "Dagens Nyheter" in ihrer Online-Ausgabe - und zwar anhand der Millenium-Trilogie von Stieg Larsson. In den drei Büchern geht es um einen Journalisten und eine Hackerin, die dunkle Machenschaften in der schwedischen Gesellschaft aufdecken. Vor Kurzem ist ein Buch erschienen mit dem Titel "The girl with the Dragon Tatoo and philosophy". Es ist Teil einer ganzen Reihe ähnlicher Bücher.
"Dagens Nyheter" fragt, ob es wirklich interessant sei, Aristoteles Katharsis-Begriff und Immanuel Kants Theorien auf das verquere Sex-Leben der Stieg Larsson-Hauptfiguren anzuwenden. Eher nein, findet die Zeitung - zumal den Autoren für eine fundierte Analyse Kenntnisse der schwedischen Gesellschaft fehlten. Man könne den tiefen feministischen Pathos der Hackerin Lisbeth Salander nicht verstehen, wenn man nichts über die schwedische Gleichstellungsdebatte wisse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)