21. Dezember 2011 15:24 Uhr

Reichsmarkfund auf Discounter-Parkplatz in Köln

In Köln hat der Kunde eines Discounter-Marktes eine Tasche mit milliardemschwerem Inhalt entdeckt: In dem Beutel steckten knapp zwölf Milliarden Reichsmark. Als er das Geld zur Polizeiwache brachte, erschien schon der Besitzer, der den Verlust der Scheine melden wollte. Das Geld hat heute aber bestenfalls noch Sammlerwert. Er stammt aus den krisengeschüttelten 1920er Jahren.

Damals - zur Zeit der Weimarer Republik - herrschte in Deutschland eine große Inflation, die von 1914 bis 1923 andauerte. Es war eine der radikalsten Geldentwertungen, die eine große Industrienation erlebt hat. Eine wichtige Ursache war unter anderem, dass der Staat zu Beginn der Weimarer Republik massiv Geld druckte, um die Staatsschulden zu bezahlen, die durch den Ersten Weltkrieg entstanden waren. Im November 1923 betrug der Kurs für einen US-Dollar schließlich 4,2 Billionen Mark. Der damaligen Statistik zufolge erreichten die Reallöhne erst 1928 wieder das Niveau von 1913, nachdem es einige Jahre zuvor eine Währungs-Reform gegeben hatte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)