22. Dezember 2011 06:51 Uhr
Warum lernt man heute noch Deutsch als Fremdsprache? Mit dieser Frage beschäftigt sich Claudia Riemer von der Universität Bielefeld. Sie lehrt das Fach und erforscht außerdem seit mehreren Jahren auf Auslandsreisen, was Menschen zum Deutschlernen motiviert. Laut Riemer versprechen sich die meisten Ausländer durch die Sprache eine Verbesserung ihrer Berufsperspektiven. Viele wollten Deutschlehrer und Übersetzer werden oder in die Tourismusbranche einsteigen.
Einen weiteren Grund nennt Riemer das instrumentelle Exotenmotiv: Deutsch sei etwas Besonderes, da die Sprache nur von wenigen gesprochen werde und als besonders schwer gelte. Englisch könne fast jeder, Deutsch hebe einen aber aus der Masse hervor.
Ein Vortrag über das Thema findet heute an der Universität Duisburg-Essen statt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)