22. Dezember 2011 09:22 Uhr

Ökonom Dasgupta: China wüchse viel langsamer, wenn die Umweltzerstörung mitberechnet würde

Er will nichts weniger als die Wirtschaftswissenschaften revolutionieren - der Ökonom Partha Dasgupta. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" fordert er, dass wir der Natur einen Preis geben müssen, so wie anderen Gütern auch. Damit würde sich der Fokus der Politik völlig verändern. Dasgupta ist sich sicher: Würde man die Umweltzerstörung mit einbeziehen, würde die Wirtschaft vieler Entwicklungsländer nämlich schrumpfen - auch in China.

Dem Wirtschaftswissenschaftler zufolge muss der Druck für Veränderungen von den Konsumenten ausgehen. Unternehmer orientierten sich an Käufer- und Aktionärswünschen, Politiker an Wählerinteressen und Regierungen handelten nur, wenn ihre Bürger sie dazu zwängen.

Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde Dasgupta von der britischen Königin schon geadelt. Er lehrt an der britischen Universität Cambridge.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)