22. Dezember 2011 10:58 Uhr

Entwicklungshelferin: Militärregierung in Ägypten könnte Gewalt gegen Frauen jederzeit stoppen

Eine Frau wird von einer Männergruppe über den Boden geschleift. Ihr Oberkörper ist bis auf den BH entblößt. Diese Bilder von Protesten in Kairo schockierten die Welt. Und zumindest in der ägyptischen Bevölkerung sollten sie das auch, meint die Entwicklungshelferin Mona Abou-Zeid. Sie sagte im "Deutschlandradio Kultur", mit der Gewalt gegen demonstrierende Frauen wolle der regierende Militärrat die Bevölkerung gezielt einschüchtern.

Den Männern werde auf diese Weise signalisiert, sie seien nicht Manns genug, die Frauen zu schützen. Den Frauen wiederum werde so viel Angst gemacht, dass sie sich überlegten, künftige Proteste zu meiden.

Die Entwicklungshelferin Abou-Zeid arbeitet in Kairo. Und sie glaubt dem Militärrat nicht, der beteuert, er bedaure die Übergriffe gegen Demonstrantinnen. Vielmehr ist sie überzeugt, dass die Gewalt hätte gestoppt werden können, wenn der Rat es nur gewollt hätte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)