23. Dezember 2011 07:23 Uhr
Es sind die kleinen Dinge, die die Welt verändern. Dieser Auffassung ist der slowenische Philosoph Slavoj Zizek. In der "Frankfurter Rundschau" sagte er, Zufälle etwa könnten größere Auswirkungen auf politische und gesellschaftliche Systeme haben als das, was die Menschen für einflussreich hielten.
Zizek ist der Meinung, all unsere gesellschaftlichen Probleme ließen sich im aktuellen System nicht lösen, etwa Hunger in Afrika, Wassermangel oder der Umgang mit Atomkraft und Biogenetik. Auch von der kapitalismuskritischen Occupy-Bewegung kämen keine Lösungsansätze. Deren Mitglieder seien nur für eine andere Verteilung von Geld.
Trotzdem, so Zizek, lohne es sich weiter, strategisch zu überlegen, wie das Gesellschaftssystem sich ändern lasse. Die Aufgabe von Philosophen sei es, die Gesellschaft auf bestehende Probleme hinzuweisen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)