23. Dezember 2011 08:25 Uhr

Politikwissenschaftler Woyke: Erklärung Wulffs war nur ein Zwischenschritt

Bundespräsident Christian Wulff sollte sich klar äußern - nicht nur zu den derzeitigen Vorwürfen. Dieser Ansicht ist der Politikwissenschaftler Wichard Woyke von der Universität Münster. Im "Deutschlandfunk" sagte Woyke, wenn Wulff sich in den kommenden Monaten deutlich zu brennenden Themen der Gesellschaft äußern würde, zum Beispiel der Integration, könne er seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Nach Ansicht von Woyke hätte Wulff zudem besser daran getan, wenn er in der derzeitigen Affäre gleich die Karten auf den Tisch gelegt hätte. Die gestrige Erklärung sei kein Befreiungsschlag gewesen, sondern ein Zwischenschritt. Die Waffe des Bundespräsidenten sei das Wort. Und Christian Wulff habe gemerkt, dass es wohl nicht der richtige Weg sei, wenn er das Wort über Anwälte an das Volk richte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)