23. Dezember 2011 14:00 Uhr
Sich zügig vom Arzt beraten lassen, aber bitte nicht in Panik verfallen. Das empfiehlt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte denjenigen Frauen in Deutschland, die ein Brustimplantat der französischen Firma PIP tragen. Das Produkt steht im Verdacht, schneller als andere Implantate zu platzen und dann möglicherweise krebserregend zu sein. Aus Frankreich sind acht Fälle bekannt, in denen Frauen nach dem Platzen des Silikon-Kissens an Krebs erkrankten. Ein Zusammenhang ist den Angaben zufolge zwar nicht erwiesen. Dennoch rät das französische Gesundheitsministerium zur Entfernung des Implantats.
Soweit wollen die deutschen Behörden nicht gehen. Hierzulande seien keine vergleichbaren Krebsfälle bekannt. Man sei aber in ernster Sorge und werde die Daten aus Frankreich analysieren. Ähnlich reagierten die Behörden in Belgien und Italien. Nur Großbritannien rät Frauen ausdrücklich davon ab, das Implantat zu entfernen, solange es keine Probleme damit gibt. Schließlich sei die Operation selbst auch ein Risiko.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)