23. Dezember 2011 16:22 Uhr
In einem Land mit 311 Millionen Einwohnern hat sie nur etwa eine Million Zuschauer. Und doch ist die Reality-Show "All American Muslims" in den USA im Moment in aller Munde. Der Kabelsender "TLC" schildert darin seit November das Leben mehrerer muslimischer Einwandererfamilien - von traditionalistisch bis weltoffen.
Bei einer konservativ-christlichen Gruppierung stößt das auf Empörung. Der Vorwurf: Viele Muslime wollten in den USA das islamische Recht durchsetzen, und Ziel der Show sei es, "legitime Bedenken" dagegen zu entkräften. Zahlreiche Firmen wurden aufgefordert, im Umfeld von "All American Muslims" keine Werbung mehr zu schalten, und eine Baumarktkette reagierte entsprechend.
Nun steht die Kette in der Kritik. Medienkommentatoren sprechen von einem beschämenden Kniefall vor Islamophoben. Und die "New York Times" nannte es bemerkenswert, dass ein unbedeutender Verband so großen Einfluss haben könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)