23. Dezember 2011 18:01 Uhr

Deutlich weniger Skimming-Opfer in diesem Jahr

2011 war offenbar nicht das Jahr des Skimmings. Wie "Euro Kartensysteme" mitteilt, sind in Deutschland deutlich weniger Kartendaten mit Hilfe manipulierter Geldautomaten gestohlen worden; 2010 waren noch 190.000 Kunden betroffen, vorläufigen Zahlen aus diesem Jahr zufolge hat es jetzt 45 Prozent weniger Fälle gegeben. "Euro Kartensysteme" führt das vor allem auf die Einführung des EMV-Chips zurück. Diesen Chip könne man nicht ohne Weiteres vervielfältigen. Bei Karten, die nur mit einem Magnetstreifen ausgestattet waren, sei das wesentlich einfacher gewesen. Weil sich der EMV-Chip noch nicht weltweit durchgesetzt habe, könne es dennoch weiter zum Diebstahl kommen. Die kopierten Daten sind demnach zu 23 Prozent in den USA eingesetzt worden, die hauptsächlich noch auf Magnetstreifen setzten. Weitere Länder seien Russland, Argentinien, Kolumbien, die Dominikanische Republik und Mexiko.

Deutsche Bankkarten haben sowohl einen EMV-Chip als auch einen Magnetstreifen, damit sie auch im Ausland nutzbar sind und auch an Kontoauszugsdruckern funktionieren können. Mittlerweile gehen die Täter auch zu neuen Zielen über: In diesem Jahr gab es einige Fälle von Manipulationen an Tankautomaten, Fahrkartenautomaten und in Kaufhäusern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)