27. Dezember 2011 09:21 Uhr
"Über die Hälfte der Meldungen aus Syrien ist falsch." Das sagte der Autor und Manager Jürgen Todenhöfer im Deutschlandfunk und bezieht sich dabei auf Beobachtungen, die er bei seinen Reisen ins Land gemacht hat. Freie Medien gebe es nicht mehr. Viele Meldungen würden frei erfunden. Daher sei es gut, dass nun durch die Arabische Liga Beobachter ins Land kämen, die objektiv berichten könnten.
Todenhöfer sagte, er wisse nicht, welche Seite schlimmer sei - die Regierung oder die Rebellen. Von beiden gingen Angriffe auf Zivilisten aus. Es sei nötig, die Opposition innerhalb und außerhalb Syriens zusammen mit der Regierung an einen Verhandlungstisch zu bringen. Seiner Meinung nach sollten führende westliche Politiker solche Verhandlungen anstoßen. Die Argumentation "Mit Mördern darf man sich nicht an einen Tisch setzen" sei inakzeptabel. Sonst hätte auch niemand mit Breschnew oder Bush verhandeln dürfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)