28. Dezember 2011 11:53 Uhr
Die UNO hat ihre sich selbst gesetzten Ziele verfehlt. Das meint jedenfalls der Vorsitzende der Kindernothilfe. Jürgen Thiesbonenkamp geht nicht davon, dass die Millennium-Entwicklungsziele erreicht werden. Er sagte dem Evangelischen Pressedienst, bis 2015 werde man es nicht schaffen, die Zahl der Menschen zu halbieren, die weltweit in Armut lebten. Im Gegenteil: Allein durch das Bevölkerungswachstum steige die Zahl der Betroffenen, insbesondere der betroffenen Kinder.
Als Ursache nannte der Theologe die ungerechte Verteilung von Lebensmitteln, die Vernichtung von Ackerflächen sowie durch den Klimawandel ausgelöste Naturkatastrophen. Im Kampf gegen die Armut sieht er nicht nur die Politik, sondern jeden Einzelnen gefordert. In reichen Ländern sollten die Menschen ihren Lebensstil überprüfen und sich möglicherweise neu orientieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)