28. Dezember 2011 12:21 Uhr
"Unsere Worte werden gehört, allein es wird nicht danach gehandelt." Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif mahnt die Politik, die Erderwärmung ernster zu nehmen. Im Interview mit der Nachrichtenagentur "dapd" fordert der Wissenschaftler eine andere Vorgehensweise. Er ist dafür, dass Aktionen gegen den Klimawandel vor allem auf der Ebene der G20 besprochen werden - bei den Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Wenn dort eine Einigung erreicht werde, komme es womöglich nicht zu so durchwachsenen Ergebnissen wie denen vom UNO-Klimagipfel in Südafrika. Latif gibt auch eine Einschätzung darüber ab, ob der Küstenschutz in Deutschland sicher ist. Es gebe zwar keine genauen Prognosen. Bis zum Ende des Jahrhunderts werde der Meeresspiegel aber wahrscheinlich zwischen 30 Zentimetern und einem Meter ansteigen. Diese Dimensionen sind Latif zufolge durch Deichbaumaßnahmen grundsätzlich beherrschbar. Problematisch werde es, wenn das Poleis noch schneller schmölze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)