28. Dezember 2011 13:24 Uhr
Das Kindergartenalter ist die wichtigste Zeit, um die eigene Muttersprache zu lernen. Genau in diesen Jahren scheinen aber viele Kinder aus den Arabischen Emiraten zu wenig Arabisch zu hören. Das berichtet die Zeitung "The National" und bezieht sich auf eine Studie unter 150 Kindergärten. Darin schildert die Studienleiterin das Ergebnis: Nur zwei Prozent des Personals stammte aus den Emiraten, weitere fünf Prozent aus anderen arabischen Ländern. Als Ersatz gebe es nur ein oder zwei Stunden mit einem Sprach-Lehrer. So komme es dazu, dass manche Kinder zum Schulbeginn kein Arabisch sprächen.
Das Problem laut der Forscherin: Es gibt zu wenig qualifizierte Kindergärtner in den Emiraten. Deswegen könnten sich die meisten Einrichtungen die wenigen einheimischen Absolventen nicht leisten - diese gingen häufig in den Staatsdienst. Das werde sich auch nicht ändern, wenn die Gesellschaft nicht mehr Respekt für Kindergärtner entwickle. Schließlich seien sie mehr als Babysitter.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)