29. Dezember 2011 07:02 Uhr

"Die Welt" fragt: Was wären wir ohne Rausch?

Auf dem Grund auch der nüchternsten Seelen lauert etwas Unberechenbares. Und das sollte von Zeit zu Zeit zu Tage gefördert werden. Diese Meinung vertritt der Autor Matthias Heine in einem Essay in der Zeitung "Die Welt". Er fordert pünktlich zu den anstehenden Trinkgelagen rund um den Jahreswechsel: "Jedem sein Delirium". Weiter heißt es: Wer das Unberechenbare stets tief in sich einschließt, der riskiert, dass es sich auf andere Weise seinen Weg sucht, etwa im religiösen oder politischen Wahn.

Schon frühe Kulturen hätten schließlich den Rausch gesucht, wenn auch streng geregelt und unter der Aufsicht von Priestern oder Schamanen. Und auch Nietzsche habe gewusst: "In zwei Zuständen erreicht der Mensch das Wonnegefühl des Daseins, im Traum und im Rausch."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)