29. Dezember 2011 08:24 Uhr
"Wissenschaft im Häppchen-Format und die unerwünschten Nebenwirkungen". Das ist der Titel eines Meinungsartikels im Fachmagazin "Perspectives on Psychological Science". Die Autoren meinen damit nicht etwa kurze Darstellungen von Forschungsergebnissen durch Journalisten, sondern die wissenschaftlichen Studien selbst. Denn der Trend gehe hin zu immer kürzeren Publikationen. Für diese würden oft nur kleine Stichproben untersucht. Das könne aus Gründen der Statistik zu falschen Ergebnissen führen.
Ein weiteres Argument gegen eine Längenbeschränkung von Fachartikeln: Die Wissenschaftler kürzten oft wichtige Teile heraus, um Worte einzusparen, etwa Details über frühere Forschungen zum Thema. Dadurch klängen die Forschungsergebnisse besonders spannend und neu. Auf solche vermeintlich neuen Forschungsergebnisse würden anschließend auch die Mainstream-Medien aufspringen, wodurch sich falsche Forschungsergebnisse noch weiter verbreiteten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)