29. Dezember 2011 16:51 Uhr
Manipulationen in einer Diktatur überraschen eigentlich kaum. Jetzt ist wieder eine aufgeflogen. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA hatte ein Bild von der Trauerfeier für den verstorbenen Machthaber Kim Jong Il bearbeitet. Das zeigt der Vergleich mit einem Foto der japanischen Agentur Kyodo, das fast gleichzeitig am gleichen Standort entstand.
Die Nordkoreaner ließen ein paar Spuren im Schnee verschwinden und auch einige Personen, die vermutlich die Symmetrie der trauernden Massen störten. Außerdem wurde offenbar der Schnee aufgehellt. Mehrere Nachrichtenagenturen, die das Bild verbreitet hatten, zogen es daraufhin zurück - auch in Deutschland. Sie haben sich dazu verpflichtet, die vom Fotografen vorgefundene Realität nicht zu verfälschen.
Manipulierte Fotos gibt es auch in Demokratien. So wurden Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy auf einem Urlaubsbild einmal Speckröllchen wegretuschiert und Bundeskanzlerin Angela Merkel Schweißflecken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)