30. Dezember 2011 06:56 Uhr
Das Substantiv "Dreck" geht zurück auf das indogermanische Wort für "Mist, besudeln, verwesen". Wenn man in der Umgangssprache sagt, jemand habe Dreck am Stecken, ist gemeint, er sei nicht integer, habe sich etwas zu Schulden kommen lassen.
Die Wendung basiert auf der Vorstellung, dass man manchmal nur noch am Spazierstock erkennen kann, dass jemand durch Schmutz gelaufen ist. Kleidung und Schuhe werden zwar gesäubert, der Spazierstock aber wird vergessen. Laut Duden soll dieses Bild einem Menschen klar machen, dass er zwar jetzt moralisch einwandfrei lebt, in der Vergangenheit aber etwas Unrechtes getan hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)