30. Dezember 2011 11:55 Uhr

Materialforschung: Mini-Spritzen aus Seidenfasern

Ein Hautpflaster, das voller kleiner Spritzen steckt - und trotzdem schmerzfrei sein soll: Das haben Forscher der Tufts University aus Boston entwickelt. Im Fachmagazin "Advanced Functional Materials" erklären sie, wie es funktioniert. Ihre Nädelchen seien um ein Vielfaches dünner als ein menschliches Haar. Außerdem seien sie aus Fibroin gemacht, dem Hauptbestandteil von Seidenfasern. Und drittens seien die Nadeln so kurz, dass sie die Schmerz-Sensoren in den tieferen Hautschichten gar nicht erreichen könnten.

Den wesentlichen Nutzen sehen die Entwickler aber darin, dass ihre Spritzen-Pflaster ihre Wirkstoffe über eine lange Zeit gleichmäßig abgeben - und zwar laut den Forschern besser als herkömmliche Medikamentenpflaster. Die nämlich funktionieren nur mit bestimmten Wirkstoffen, die über die Haut aufgenommen werden können. Die neuartigen Mini-Spritzen-Pflaster aber könnten mit einer Vielzahl zusätzlicher Wirkstoffe aufgeladen werden, die sie direkt unter der Haut freisetzten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)