2. Januar 2012 06:24 Uhr

Stasi-Unterlagen: Vor 20 Jahren erstmals Akteneinsicht

Für viele DDR-Bürgerrechtler war es ein wichtiger Tag. Heute vor 20 Jahren hatten sie zum ersten Mal offiziell die Chance, in die Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR zu schauen. Mehr als 1,6 Millionen Fotos, Dias und Negative, dazu über 100 Kilometer Regale mit Unterlagen und zehntausende Säcke mit zerissenen Papieren - das ist die Hinterlassenschaft der Stasi.

Auf Basis des Stasi-Unterlagen-Gesetzes können DDR-Bürger, aber auch Wissenschaftler und Journalisten die Unterlagen einsehen. Zuständig ist der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR - aktuell ist das der frühere Bürgerrechtler Roland Jahn. Ihm unterstellt ist eine Behörde, die pro Jahr auch heute noch bis zu 100.000 Anträge auf Akteneinsicht bearbeitet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)