2. Januar 2012 11:51 Uhr

Soziologe: Inseln in der Literatur sind Ideenraum und Spiegel

Was haben Lummerland und Atlantis gemeinsam? Beide sind Inseln in der Literatur und damit so etwas wie ein Einmachglas. Das sagte der Soziologe Werner Nell im Deutschlandradio Kultur. Er hat den "Atlas der fiktiven Orte" geschrieben. Die Vorstellung einer Insel habe für den Menschen etwas Besonderes, weil man dort innerhalb bestimmter Grenzen eine Idee gestalten könne, zum Beispiel die eines utopischen Staates.

Literatur überhaupt sei ein Feld für Kompensation, in dem man Ängste, Hoffnungen und Glückserfahrungen erlebe. Nicht vorhandene Orte seien außerdem ein Spiegel, in denen man sich selbst erkennen könne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)