2. Januar 2012 12:57 Uhr

Internationaler Verband will Drogenkontrollen bei Surfen einsetzen

Drogen gehören zum Surfen dazu - sagen manche Surfer. Drogen gehören nicht in einen professionellen Sport - sagt der Profi-Surfer-Verband. Wie die südafrikanische Wochenzeitung "Mail & Guardian" berichtet, will die weltweite Vereinigung in diesem Jahr umfassende Drogenkontrollen bei professionellen Surfern einführen. Der Verband richtet auch die Weltmeisterschaften im Wellenreiten aus. Bisher wird nur bei manchen Wettkämpfen in Europa auf verbotene Substanzen getestet. Die Entscheidung kommt nach mehreren tödlichen Unfällen von Surfern unter Drogeneinfluss. 2010 wurde das leistungssteigernde Crystal Meth bei dem dreifachen Surf-Weltmeister Andy Irons gefunden, als er nach einem Wettbewerb einen Herzinfarkt erlitt. Ein anderer Surfer wurde gesperrt, nachdem bei ihm Anabolika nachgewiesen wurden.

Der Surf-Buchautor Andy Martin spricht von einem Dilemma. Ein Anreiz des Sports sei seine antikulturelle und anarchistische Art, die mit Drogenkonsum verbunden sei. Er fragt: Wie etabliert kann das Surfen sein, bis es seine Seele verliert?

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)