2. Januar 2012 15:21 Uhr
Sie wollen nach eigenen Angaben dagegen protestieren, dass staatliche Subventionen zur Überfischung der Meere beitragen: Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Greenpeace" haben in Bremerhaven einen Fischtrawler am Auslaufen gehindert. Nach Angaben einer Sprecherin machten sich Kletterer an den Haltetauen der "Jan Maria" fest. Außerdem befestigten Taucher eine Kette an der Schiffschraube.
Nach Angaben der Organisation gehört der Trawler mit rund 5.000 Tonnen Ladekapazität zu den größten Schiffen der Fischereiflotte in der Europäischen Union. Seit 1999 seien mehr als 23 Millionen Euro direkte oder indirekte EU-Fördergelder in die Jan Maria geflossen. Durch derart überdimensionierte Schiffe seien die Bestände in den europäischen Gewässern massiv überfischt.
Die Seefischerei wird in der EU durch die Gemeinsame Fischereipolitik geregelt. Deren Aufgabe ist es zum Beispiel, bestimmte Fangquoten festzulegen. Finanziell unterstützt werden Fischer und Küstengemeinden unter anderem aus dem Europäischen Fischereifonds: Er ist für den Zeitraum von 2007 bis 2013 mit 4,3 Millionen Euro ausgestattet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)