3. Januar 2012 08:36 Uhr
"Wie viel wollen wir denn noch haben?" Das fragt der Ökonom und Wachstumskritiker Nico Paech von der Universität Oldenburg. Im Deutschlandfunk sagte er, mitunter konsumierten die Menschen nicht mehr um glücklich zu sein, sondern um dazu zugehören. So bestehe in einer modernen Konsumgesellschaft die letzte Möglichkeit sich mit einer Identität zu versehen darin, für andere sichtbar zu konsumieren, mobil zu sein und zu kommunizieren. Wenn man als Einzelner in einer Masse an Menschen schlecher ausgestattet sei, dann gelte man als eine wandelnde Auffälligkeit - als Outsider, der sich rechtfertigen müsse.
Der Club of Rome hat laut Paech mit seiner Voraussage auf verblüffende Art und Weise Recht gehabt. Vor 40 Jahren hatte die Organisation eine Studie mit dem Titel "Grenzen des Wachstums" herausgegeben. Die zentrale Schlussfolgerung der Wissenschaftler damals: Jeder Tag treibe das Weltsystem näher an die Grenzen des Wachstums. Von dem Wissen über die physischen Lasten auf der Erde ausgehend, sei stark zu vermuten, dass die Wachstumsphase kein weiteres Jahrhundert mehr anhalten könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)