3. Januar 2012 11:09 Uhr
Die Bloggerin Yoani Sánchez hält eine Revolution nach arabischem Vorbild in Kuba für unwahrscheinlich. Sie sagte der peruanischen Zeitung "El Comercio", die Menschen hätten zu viel Angst und die Gesellschaft sei sehr gespalten. Dafür habe die politische Polizei gesorgt. Außerdem sieht Sánchez noch einen wichtigen Unterschied zu Nordafrika: Es gebe kaum Möglichkeiten, über die sozialen Netzwerke zu einer Demonstration aufzurufen. Denn der kubanische Staat habe das Telekommunikations-Monopol. Die Preise für Handy-Telefonate seien sehr hoch, und es sei noch schwieriger, Smartphones zu benutzen. Aber die Bloggerin hofft, dass die Kubaner eines Tages in Kuba Widerstand leisten, anstelle von der Insel zu fliehen.
Sánchez lebt in Havanna auf Kuba und betreibt von dort aus das Blog "Generación Y". Wie sie dort schreibt, steht das "Y" nicht nur für ihren Vornamen. Sie bezieht auch viele Kubaner ein, die wie sie in den 70er und 80er Jahren geboren wurden und ebenfalls einen Vornamen mit "Y" haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)