3. Januar 2012 11:41 Uhr
Umweltschützer kritisieren den Massenanbau von Ölpalmen in Nicaragua. Der Aktivist Saúl Obregón sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur epd, es handle sich um ein Modell ohne Zukunft. Durch zunehmende Landkäufe von Palmölkonzernen würden ansässige Kleinbauern dazu verleitet, ihre Existenz aufzugeben. Viele Bauern würden sich auf der Suche nach billigem Land dem Umweltreservat nähern und damit Schutzzonen gefährden.
Die nicaraguanische Umweltstiftung fordere zwar nicht, dass die Plantagen geschlossen würden. Aber sie sollten nicht weiter wachsen. Laut Obregón ist es fatal für eine Region, wenn Plantagen von einem auf den anderen Tag schließen. Der Umweltschaden bleibe nämlich zurück und die Menschen verlören obendrein ihre Jobs.
Palmöl ist weltweit das meiste produzierte pflanzliche Öl. Ursprünglich stammt die Ölpalme aus Afrika. Sie ist je Hektar bis zu zehn Mal ertragreicher als beispielsweise Sojabohnen, Raps oder Sonnenblumen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)