3. Januar 2012 15:51 Uhr
Schnittblumen aus Übersee zu fairen Preisen sowie Arbeitsbedingungen - dafür werben gemeinsam Industrie und Nichtregierungsorganisationen. Allerdings kündigten nun die Menschenrechtsorganisation FIAN und die Gewerkschaft IG Bau ihre Mitgliedschaft im renommierten "Flower Label Programm" FLP. Fian-Sprecher Vorneweg sagte DRadio Wissen, das Gütesiegel, das die Sozialstandards bei der Produktion sicher stellen soll, stehe vor dem finanziellen Zusammenbruch. Es bestehe die Gefahr, dass Blumenfarmen unter anderem in Lateinamerika oder Afrika nicht ausreichend kontrolliert und das Siegel missbraucht werde. Deutschland ist laut früheren FLP-Angaben der viertgrößte Schnittblumenmarkt der Welt.
Derzeit gebe es 54 zertifizierte Blumenfarmen unter anderem in Chile, Ecuador und Kenia. Dort sind über 13.000 Arbeiterinnen beschäftigt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)