3. Januar 2012 20:14 Uhr

Neues Gesetz stellt in Teilen Indiens das Schlachten und Verzehren von Kühen unter Strafe

Bis zu sieben Jahre Haft und hohe Geldstrafen drohen ab sofort jedem, der im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh eine Kuh schlachtet.

Laut indischen Medienberichten ist dort ein Gesetzt in Kraft getreten, das die Kuh als heiliges Tier der Hindus schützen soll. Nicht nur das Schlachten, sondern auch der Besitz und der Verzehr von Rindfleisch seien dort nun strafbar.

Das Gesetz habe nach rund zwei Jahren Wartezeit die Zustimmung von Indiens Präsidentin Pratibha Patil bekommen. Politische Beobachter fürchten, dass das neue Gesetz die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen weiter anheizen könnte. Bereits im Jahr 2010 war es zu gewaltsamen Auseindersetzungen gekommen, weil ein muslimischer Metzger eine Kuh geschlachtet hatte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)