4. Januar 2012 07:21 Uhr

"FAZ": US-Anglist über den zu hohen Publikationsdruck für seine Kollegen

Literaturwissenschaftler veröffentlichen zu viel. So könnte man eine Untersuchung des US-amerikanischen Anglisten Mark Bauerlein zusammenfassen, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt.

Der Forscher habe nachgerechnet, wie viel seine Kollegen aus der Literaturwissenschaft publizierten - und wie viele Leser ihre Aufsätze und Bücher nutzten. Das Ergebnis: Die allermeisten Texte würden noch nicht einmal von Spezialisten des jeweiligen Forschungsobjektes gelesen. Das habe nichts mit der Qualität der Werke zu tun, sondern mit dem Druck auf die Forscher, möglichst viel zu publizieren. Deswegen empfiehlt Bauerlein laut "FAZ", die Universitäten sollten von ihren Geisteswissenschaftlern nicht so viel verlangen. Ein Buch oder drei gute Aufsätze in zehn Jahren genügten völlig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)