4. Januar 2012 10:50 Uhr
Die Kriminalität im Internet ist nach den Worten des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann weiter auf dem Vormarsch. Meist gehe es um Betrug. Deswegen nähmen dieses Jahr in Bayern gut 50 Internetpolizisten den Dienst auf. Das seien unter anderem IT-Leute, die zu Polizisten ausgebildet worden seien.
Herrmann forderte, die Internetpolizisten brauchten auch das richtige Werkzeug für ihre Arbeit. Am virtuellen Tatort helfe kein Fingerabdruckpulver. Deswegen ist nach Ansicht des bayerischen Innenministers die Vorratsdatenspeicherung notwendig - ohne die stoße die Aufklärung von Internetstraftaten an ihre Grenzen.
Das Bundesverfassungsgericht hatte die frühere deutsche Vorratsdatenspeicherung gekippt. Seitdem gibt es noch keine Einigung auf eine neue Regelung, obwohl die Europäische Union das einfordert.
Gegner der Vorratsdatenspeicherung kritisieren, dass dadurch automatisch alle Internetnutzer unter Generalverdacht gestellt würden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)